Beim Kontoübernahmebetrug, englisch Account Takeover (ATO), verschaffen sich Kriminelle Zugriff auf ein bestehendes Konto und nutzen es für eigene Zwecke.
Betroffen sind Shops, Banken, Mail- und Social-Media-Konten.
Grundlagen zu Account Takeover Fraud
Anders als bei neu eröffneten Betrugskonten wirkt ein übernommenes Konto vertrauenswürdig.
Es hat eine Historie, gespeicherte Zahlungsmittel und Kontakte.
Methoden von Account Takeover Fraud
- Credential Stuffing: Bots testen geleakte Zugangsdaten bei vielen Diensten
- Brute Force und Passwort-Spraying
- Phishing und gefälschte Anmeldeseiten
- Gestohlene Sitzungs-Cookies durch Schadsoftware
- SIM-Swapping, um SMS-Codes abzufangen
Auswirkungen von Account Takeover Fraud
Täter bestellen auf fremde Rechnung, lösen Guthaben und Bonuspunkte ein, ändern Auszahlungskonten oder versenden Betrugsnachrichten an Kontakte.
Für Anbieter entstehen Rückbuchungen, Supportaufwand und Vertrauensverlust.
Verhinderung von Account Takeover Fraud
Zwei-Faktor-Anmeldung oder Passkeys, Warnungen bei neuen Geräten, Prüfung geleakter Passwörter und Ratenbegrenzung an der Anmeldung bilden die Grundlage.
Änderungen an E-Mail-Adresse oder Bankdaten sollten zusätzlich bestätigt werden.
CAPTCHA zum Schutz vor Account Takeover Fraud
Die meisten Übernahmen beginnen mit automatisierten Anmeldeversuchen.
Ein CAPTCHA an der Anmeldung lässt Bots für jeden Versuch zahlen;
CDPCaptcha nutzt dafür Rechenarbeit im Browser, die echte Nutzer kaum bemerken, Millionen Versuche aber teuer macht.
Fazit
Kontoübernahmen sind lukrativ und weitgehend automatisiert.
Mehrere Faktoren, aufmerksame Überwachung und eine geschützte Anmeldung stoppen sie wirksam.
