Datenintegrität bedeutet, dass Daten über ihre Lebensdauer vollständig, unverändert und nachvollziehbar bleiben.
Sie ist verletzt, wenn Datensätze fehlen, stillschweigend geändert oder in sich widersprüchlich werden.
Schutz dagegen ist eine eigene Aufgabe neben Vertraulichkeit und Verfügbarkeit.
Arten der Datenintegrität
Man unterscheidet die physische Unversehrtheit der Träger von der logischen Stimmigkeit der Inhalte.
Beide können unabhängig voneinander scheitern.
Physische Integrität
Physische Integrität betrifft Datenträger, Leitungen und Geräte, die Bits durch Defekt, Alterung oder Umwelteinflüsse verlieren.
Redundante Kopien und Prüfungen beim Lesen erkennen solche Schäden, bevor Anwendungen sie als gültige Werte übernehmen.
Logische Integrität
Logische Integrität betrifft Regeln, Beziehungen und Bedeutungen, etwa dass eine Buchung zu einem vorhandenen Konto gehört.
Sie geht verloren durch fehlerhafte Programme, unvollständige Übernahmen und durch bewusste Manipulation einzelner Felder.
Bedrohungen der Datenintegrität
Bedrohungen kommen von innen und von außen und treffen physische wie logische Integrität.
Wer nur Angreifer von außen betrachtet, übersieht Bedienfehler und defekte Stapelverarbeitung.
Interne Bedrohungen
Interne Bedrohungen sind Fehlbedienung, übereilte Korrekturen und Missbrauch durch Personen mit legitimen Rechten.
Sie hinterlassen oft gültig aussehende Änderungen, weil sie über normale Werkzeuge laufen.
Externe Bedrohungen
Externe Bedrohungen sind unbefugte Zugriffe, Schadsoftware und Störungen auf dem Übertragungsweg, die Daten unterwegs verändern.
Sie werden sichtbarer, wenn jede Änderung einer bekannten Quelle zugeordnet werden kann.
Maßnahmen zur Datenintegrität
Maßnahmen gliedern sich in Vorbeugen, Entdecken und Korrigieren.
Ein vollständiger Ansatz braucht alle drei, weil nicht jede Änderung verhindert werden kann.
Vorbeugende Maßnahmen
Vorbeugende Maßnahmen beschränken Schreibrechte, prüfen Eingaben und sichern Übernahmen zwischen Systemen durch bestätigte Abläufe.
Sie verringern die Zahl der Gelegenheiten, Daten unbemerkt zu ändern.
Detektivische Maßnahmen
Detektivische Maßnahmen vergleichen Prüfziffern, Protokolle und Bestände, um Abweichungen nach dem Ereignis zu finden.
Sie sagen, dass etwas nicht stimmt, stellen den richtigen Stand aber nicht von allein wieder her.
Korrektive Maßnahmen
Korrektive Maßnahmen stellen aus gesicherten Ständen oder aus nachvollziehbaren Gegenbuchungen einen stimmigen Zustand her.
Sie brauchen einen bekannten guten Stand, sonst wird der Fehler nur fortgeschrieben.
Fazit
Datenintegrität bleibt erhalten, wenn physische Schäden und logische Widersprüche beide behandelt werden.
Vorbeugen, Entdecken und Korrigieren müssen auf denselben Datenbestand zeigen, sonst bleibt jede Maßnahme für sich lückenhaft.
