Ein VPN ist ein verschlüsselter Tunnel, der Verkehr von einem Gerät oder einem Netz zu einem anderen Endpunkt führt.
Es dient dem Fernzugriff auf interne Systeme oder dem Verbergen des Weges vor dem lokalen Netz.
Der Schutz endet am Tunnelende.
Geschichte der VPNs
Die Idee entstand aus dem Bedarf, entfernte Standorte und später einzelne Reisende an ein Firmennetz zu binden.
Aus dem festen Standorttunnel wurde ein Dienst, den auch Privatpersonen zum eigenen Anbieter aufbauen.
Die Grundfunktion, ein geschützter Weg zu einem gewählten Endpunkt, ist geblieben.
Frühe VPNs
Frühe VPNs verbanden vor allem Firmenstandorte über gemietete oder öffentliche Leitungen.
Die Endpunkte standen in den Netzen der beteiligten Organisationen.
Nutzer bauten den Tunnel selten selbst auf, das übernahmen Geräte am Netzrang.
Moderne VPNs
Moderne VPNs gibt es als Unternehmenszugang, als Funktion im Betriebssystem und als Dienst kommerzieller Anbieter.
Sie unterscheiden sich darin, wem der Endpunkt gehört und welche Daten dort sichtbar werden.
Ein modernes Protokoll ändert nichts an dieser Vertrauensfrage.
Wie VPNs funktionieren
Der Client weist sich beim Endpunkt aus, vereinbart Schlüssel und schickt den weiteren Verkehr verpackt durch den Tunnel.
Der Endpunkt packt aus und leitet weiter.
Ziele hinter dem Tunnel sehen die Adresse des Endpunkts, das lokale Netz sieht nur die Verbindung dorthin.
Verschlüsselung
Verschlüsselung schützt den Inhalt zwischen Client und Endpunkt vor Mitlesen und Veränderung auf der Strecke.
Sie schützt nicht vor einem kompromittierten Endpunkt und nicht vor dem Ziel selbst.
Beide Seiten müssen prüfen, ob sie mit dem vorgesehenen Gegenüber sprechen.
Tunneling
Tunneling verpackt die ursprünglichen Pakete in eine äußere Verbindung zum Endpunkt.
Dadurch können Adressen genutzt werden, die im lokalen Netz sonst nicht erreichbar sind.
Der Tunnel ist ein Transport, keine Prüfung der Person, die ihn öffnet.
Vorteile der Verwendung eines VPN
Vorteile sind geschützter Verkehr in fremden Netzen, erreichbare interne Dienste und das Umgehen einfacher Standortgrenzen eines Inhalteanbieters.
Der Nutzen hängt daran, dass der Endpunkt vertrauenswürdig und erreichbar ist.
Ein VPN ist kein allgemeiner Schutz vor Betrug oder Schadsoftware.
Zugang zu geografisch eingeschränkten Inhalten
Zugang zu geografisch eingeschränkten Inhalten entsteht, weil der Inhalteanbieter die Adresse des VPN-Endpunkts statt der Adresse des Nutzers sieht.
Der Anbieter kann solche Endpunkte erkennen und sperren.
Der Tunnel ändert den sichtbaren Standort, nicht das Recht, einen Dienst zu nutzen.
Schutz vor Cyberangriffen
Schutz vor Cyberangriffen auf der lokalen Strecke entsteht, weil Mitleser im Café oder im Gastnetz den Inhalt nicht lesen.
Der VPN-Endpunkt und jedes Ziel dahinter bleiben eigene Risiken.
Phishing und Schadsoftware auf dem Gerät interessiert der Tunnel nicht.
Auswahl eines VPN
Die Auswahl beginnt bei der Frage, ob der Endpunkt der eigenen Organisation oder einem Anbieter gehört.
Danach zählen Verfahren, Protokolle der Verbindungen und die Möglichkeit, den Client zu prüfen.
Preis und Serverzahl ersetzen diese Prüfung nicht.
Sicherheitsfunktionen
Sicherheitsfunktionen umfassen aktuelle Verfahren, eine nachvollziehbare Anmeldung und die Möglichkeit, bei einer Unterbrechung nicht ungeschützt weiterzusenden.
Ein unabhängiger Blick auf den Client und auf die Erklärung zur Datenspeicherung am Endpunkt gehört zur Auswahl.
Ein Schalter ohne diese Eigenschaften ist nur ein Umweg.
Serverstandorte
Serverstandorte entscheiden, welches Recht den Endpunkt trifft und wie lang der Weg wird.
Ein naher Standort senkt die Verzögerung, ein weit entfernter verändert nur die sichtbare Region.
Standorte in der eigenen Organisation sind planbar, Standorte eines Anbieters müssen in der Beschreibung nachlesbar sein.
Schlussfolgerung
Ein VPN schützt einen Weg und verlagert den sichtbaren Austritt an einen gewählten Endpunkt.
Geschichte und Technik ändern nichts daran, dass dieser Endpunkt mitlesen kann, was der Tunnel auspackt.
Auswahl nach Betreiber, Verfahren und Standort ist der eigentliche Entscheidungsrahmen.
