Betrug per E-Mail drängt Empfänger dazu, Geld zu senden, eine Falle zu öffnen oder ein Geheimnis wie ein Passwort zu nennen.
Die Nachricht ahmt eine Bank, eine Vorgesetzte oder einen Lieferanten nach, damit die Bitte alltäglich und dringend wirkt.
So funktioniert es
Eine Lohnsachbearbeiterin erhält eine Notiz, die vom Finanzleiter zu stammen scheint und eine sofortige Überweisung auf ein neues Konto verlangt.
Ein anderer Köder behauptet, das Postfach sei voll, und führt auf eine Seite, die die Firmenanmeldung nachbaut.
Der Schaden kann eine Überweisung sein, die noch am selben Tag das Unternehmen verlässt, oder ein Passwort, das später das echte Postfach öffnet.
Auch eine sorgfältige Person kann nachgeben, wenn die Nachricht mitten im Monatsabschluss ankommt.
Konkrete Beispiele
- Eine Lieferantenrechnung ändert die Kontonummer am Freitag, bevor eine große Zahlung fällig ist.
- Eine Nachricht im Gewand des Finanzamts droht mit einer Strafe, wenn nicht vor Mittag ein Anhang geöffnet wird.
- Eine falsche Paketmeldung fordert eine kleine Gebühr auf einer Seite, die danach die Kartennummer verlangt.
Schutzmaßnahmen
- Halten Sie bei einer unerwarteten Zahlungsbitte inne und bestätigen Sie sie über eine Telefonnummer, die Sie schon gespeichert haben.
- Weisen Sie die Lohnstelle an, eine geänderte Kontonummer erst zu nutzen, wenn der Lieferant sie über einen bekannten Weg bestätigt.
- Schalten Sie einen Hinweis für Nachrichten von außerhalb der Firma ein, damit eine nachgeahmte Führungskraft auffällt.
- Melden Sie die Betrugsnachricht Ihrem Mailanbieter und der nachgeahmten Bank, damit derselbe Köder für andere gesperrt werden kann.
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