Ein Zero-Day-Angriff nutzt eine Sicherheitslücke, die dem Hersteller noch unbekannt ist oder für die es noch keinen Patch gibt.
Der Name bedeutet, dass die Verteidiger „null Tage“ Zeit hatten, sich vorzubereiten.
Zero-Day-Angriffe verstehen
Zero-Day-Lücken sind besonders gefährlich, weil klassische Schutzmaßnahmen sie nicht kennen.
Auf Schwarzmärkten werden sie für hohe Summen gehandelt.
Arten von Zero-Day-Angriffen
Zero-Days betreffen Betriebssysteme, Browser, Büroprogramme, Server-Software, Netzwerkgeräte und Smartphones.
Manche erfordern einen Klick des Opfers, andere funktionieren ganz ohne Zutun.
Beispiele für Zero-Day-Angriffe
Der Computerwurm Stuxnet nutzte 2010 mehrere Windows-Zero-Days, um Industrieanlagen zu sabotieren. 2021 wurden Lücken in Microsoft Exchange tausendfach ausgenutzt, bevor Patches verfügbar waren.
Wie Zero-Day-Angriffe ablaufen
Am Anfang steht die Entdeckung einer Lücke, am Ende ihr gezielter Einsatz.
Entdeckung der Vulnerabilität
Forscher, Kriminelle oder staatliche Stellen finden die Lücke durch Codeanalyse oder automatisiertes Testen.
Verantwortungsvolle Finder melden sie dem Hersteller, Angreifer behalten sie für sich.
Entwicklung eines Exploits
Ein Exploit ist das Werkzeug, das die Lücke praktisch ausnutzt.
Er wird in Phishing-Mails, manipulierten Websites oder direkten Angriffen auf Server eingesetzt.
Verhinderung und Eindämmung von Zero-Day-Angriffen
Zero-Days lassen sich nicht völlig verhindern, aber ihre Wirkung lässt sich begrenzen.
Regelmäßige Patches und Updates
Sobald ein Patch erscheint, muss er sofort eingespielt werden, denn dann beginnen massenhafte Angriffe.
Notfallmaßnahmen der Hersteller helfen bis dahin.
Verwendung von Sicherheitssoftware
Verhaltensbasierte Erkennung, Web Application Firewalls, minimale Rechte und Segmentierung halten Angreifer auch bei unbekannten Lücken auf.
Öffentlich erreichbare Formulare sollten zusätzlich mit Bot-Schutz wie CDPCaptcha abgesichert sein.
Schlussfolgerung
Zero-Day-Angriffe treffen auch gut gepflegte Systeme.
Mehrere Schutzschichten und schnelles Patchen begrenzen den Schaden.
