Ein Angriffsvektor benennt den Weg, auf dem ein Angreifer ein Ziel erreicht, über ein gestohlenes Passwort, eine schädliche Datei oder einen offenen Dienst.
Die Benennung des Weges hilft bei der Platzierung von Kontrollen und ist weiter gefasst als ein einzelner Angriffsschritt.
So funktioniert es
Teams notieren Vektoren, um zu sehen, ob ein Risiko über Menschen, Software, Lieferanten oder offene Dienste ankommt.
Derselbe Akteur wechselt den Vektor, wenn ein Weg teuer wird, deshalb schließt eine einzelne Kontrolle selten das ganze Problem.
Eine klare Beschreibung bleibt auf der Ebene des Weges und der Wirkung und nennt nicht die Schritte, die den Weg erst nutzbar machen.
So bleibt die Planung nützlich für Aktualisierung, Schulung und Zugriffsdesign, ohne operative Details zu verbreiten.
Konkrete Beispiele
- Eine Person in der Finanzabteilung öffnet eine Nachricht zu einem falschen Rechnungsportal und gibt dort ein echtes Passwort ein.
- Ein nicht aktualisierter öffentlicher Dienst bietet einen Weg in ein Netz, das sonst eine Mitarbeiteranmeldung verlangt.
- Ein Lieferantenkonto mit weitem Zugriff wird zum Weg, über den eine außenstehende Person Kundendaten erreicht.
Schutzmaßnahmen
- Listen Sie die Vektoren auf, die Ihre kritischen Abläufe wirklich berühren, und ordnen Sie sie nach plausibler Wirkung.
- Schließen oder überwachen Sie offene Dienste, die Kunden und der tägliche Betrieb nicht benötigen.
- Schulen Sie Mitarbeitende, verdächtige Bitten um Zahlungsänderungen oder unerwartete Passworteingaben zu melden.
- Prüfen Sie Lieferantenzugriffe regelmäßig, damit ein Partnerweg nicht breiter bleibt, als der Vertrag braucht.
