Start › Cybersecurity-Wiki › Was bedeutet Authentifizierung in der Sicherheit?

Wiki

Was bedeutet Authentifizierung in der Sicherheit?

Authentifizierung ist der Nachweis, dass jemand wirklich die Person oder das System ist, für das er sich ausgibt.
Sie ist die Grundlage jeder Zugriffskontrolle: Erst danach wird entschieden, was jemand darf.

Arten der Authentifizierung

Nachweise lassen sich in drei Gruppen einteilen, die sogenannten Faktoren.

Etwas, das Sie kennen

Wissen wie Passwörter, PINs oder Antworten auf Sicherheitsfragen.
Dieser Faktor ist verbreitet, kann aber erraten, abgefangen oder durch Phishing gestohlen werden.

Etwas, das Sie haben

Besitz wie ein Smartphone mit Authenticator-App, ein Hardware-Schlüssel oder eine Chipkarte.
Ein Angreifer bräuchte das Gerät selbst.

Etwas, das Sie sind

Biometrische Merkmale wie Fingerabdruck, Gesicht oder Iris.
Sie sind bequem, lassen sich aber nicht ändern, wenn sie einmal kopiert wurden.

Multi-Faktor-Authentifizierung

Bei der Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) werden mindestens zwei verschiedene Faktoren kombiniert, etwa Passwort und Code aus einer App.

Vorteile der Multi-Faktor-Authentifizierung

Ein gestohlenes Passwort allein reicht nicht mehr für den Zugriff.
MFA verhindert den Großteil automatisierter Kontoübernahmen.

Herausforderungen der Multi-Faktor-Authentifizierung

Zusätzliche Schritte kosten Zeit, Geräte gehen verloren und Angreifer versuchen, Nutzer mit vielen Push-Anfragen zur Bestätigung zu drängen.
Gute Wiederherstellungswege und phishing-resistente Verfahren wie Passkeys lösen viele dieser Probleme.

Authentifizierungsprotokolle

Protokolle legen fest, wie Nachweise sicher zwischen Systemen ausgetauscht werden.

Kerberos

Kerberos arbeitet mit zeitlich begrenzten Tickets, die ein zentraler Server ausstellt.
Es ist die Grundlage der Anmeldung in vielen Firmennetzen, etwa mit Active Directory.

Secure Sockets Layer (SSL) und Transport Layer Security (TLS)

TLS, der Nachfolger von SSL, weist per Zertifikat nach, dass ein Server echt ist, und verschlüsselt die Verbindung.
Mit Client-Zertifikaten können sich auch Nutzer oder Geräte ausweisen.

Erweiterbares Authentifizierungsprotokoll (EAP)

EAP ist ein Rahmen für verschiedene Anmeldeverfahren in Netzwerken, etwa im WLAN mit WPA2- oder WPA3-Enterprise.
Es unterstützt Passwörter, Zertifikate und Token.

CAPTCHA als Authentifizierungsmethode

Ein CAPTCHA prüft nicht, wer jemand ist, sondern ob ein Mensch oder ein Bot anfragt.
Es ergänzt deshalb die Anmeldung, statt sie zu ersetzen.

Vorteile von CAPTCHA

An Anmeldeseiten bremst ein CAPTCHA das automatisierte Ausprobieren von Passwörtern und gestohlenen Zugangsdaten.
CDPCaptcha macht das ohne Rätsel: Der Browser rechnet kurz im Hintergrund, Bots zahlen bei jedem Versuch.

Die Herausforderungen von CAPTCHA

Bilderrätsel stören Nutzer, schließen Menschen mit Behinderungen aus und werden von KI zunehmend gelöst.
Deshalb setzen moderne Verfahren auf unsichtbare, barrierefreie Prüfungen.

Fazit

Authentifizierung schützt Konten und Daten vor Unbefugten.
Am sichersten ist die Kombination mehrerer Faktoren, ergänzt durch einen Schutz gegen automatisierte Angriffe.