Betrug über ein vertrautes Postfach lenkt Rechnungen und Zahlungen um, oft über einen echten Lieferantenthread oder eine täuschend echte Leitungsbitte.
Das Ziel ist meist ein geändertes Bankkonto oder eine eilige Überweisung, und das Vertrauen in dieses Postfach ist die Waffe.
So funktioniert es
Manchmal beherrscht die angreifende Person wirklich ein Partnerpostfach und setzt ein bestehendes Rechnungsgespräch fort, und manchmal wirkt die Nachricht nur intern, mit einem nahen Anzeigenamen und einer Antwortadresse, die nicht dazu passt.
Beide Muster bitten die Finanzabteilung, Zahlungsdaten zu ändern oder Geld zu senden, bevor die üblichen Prüfungen laufen.
Die Verluste sind hoch, weil eine echte Mitarbeiterin die Zahlung freigibt und die Bitte für legitim hält.
Technische Filter helfen, doch die dauerhafte Kontrolle ist eine Regel, dass Zahlungsänderungen über eine bekannte Telefonnummer bestätigt werden und nie nur im selben Thread.
Konkrete Beispiele
- Ein Lieferantenthread, der seit Monaten echt ist, bittet die Kreditorenbuchhaltung plötzlich, das Zielbankkonto zu wechseln.
- Eine Nachricht, die vom Finanzvorstand zu kommen scheint, verlangt eine Überweisung noch am selben Tag und bittet, nicht anzurufen.
- Ein kompromittiertes Gehaltspostfach sendet Beschäftigten einen falschen Portallink, und die spätere Zahlungsdatei wird geändert, bevor sie die Bank erreicht.
Schutzmaßnahmen
- Bestätigen Sie jede Bankkontoänderung telefonisch über eine Nummer, die Sie bereits gespeichert haben, nicht über eine Nummer in der bittenden Nachricht.
- Lassen Sie neue Empfänger und Zahlungen über einem festgelegten Betrag von zwei Personen freigeben und verbieten Sie, dass diese Freigabe nur per Post geschieht.
- Kennzeichnen Sie externe Post deutlich und erklären Sie Beschäftigten, dass ein vertrauter Thread fortgesetzt werden kann, wenn jemand das Postfach gestohlen hat.
- Schützen Sie Postfächer, die Zahlungsanweisungen senden oder empfangen, mit starken Anmeldeprüfungen und Hinweisen auf neue Weiterleitungsregeln.
