E-Mail-Scraping sammelt E-Mail-Adressen von Webseiten, Verzeichnissen oder Suchergebnissen, um sie später anzuschreiben oder weiterzugeben.
Die Adressen werden oft ohne Bezug zu einer bestehenden Beziehung zusammengestellt.
Für die Betroffenen beginnt der Schaden bei unerwünschter Post und kann bis zum Betrug reichen.
Methoden des E-Mail-Scrapings
Die Sammelwege unterscheiden sich danach, ob Programme Seiten direkt auslesen oder ob Suchmaschinen die Adressen bereits sichtbar gemacht haben.
Beide Wege leben davon, dass Adressen im Klartext im Netz stehen.
Scraping Bots
Scraping Bots durchsuchen Seiten automatisch nach Mustern, die wie E-Mail-Adressen aussehen, und speichern die Treffer.
Sie wiederholen den Lauf über viele Auftritte hinweg und füllen so Listen, die ein Mensch nicht von Hand abtippen würde.
Scraping von Suchmaschinen
Scraping von Suchmaschinen nutzt bereits indexierte Seiten, auf denen Adressen im Text oder im Code stehen.
Wer in Suchergebnissen nach typischen Adressmustern sucht, umgeht das direkte Abgrasen jeder einzelnen Website.
Rechtliche und ethische Implikationen von E-Mail-Scraping
Recht und Ethik hängen davon ab, ob die Adressen personenbezogen sind, ob ein Widerspruch bestand und wozu die Liste verwendet wird.
Das bloße Sichtbarsein auf einer Seite ist keine Einwilligung in massenhaftes Anschreiben.
Rechtliche Konsequenzen
Rechtliche Konsequenzen können sich aus Datenschutzregeln, aus Bedingungen der Website und aus Vorschriften gegen unerwünschte Massenpost ergeben.
Welche Folge eintritt, hängt vom Rechtsraum, vom Zweck der Liste und vom weiteren Versand ab.
Ethische Erwägungen
Ethische Erwägungen betreffen das Sammeln von Kontaktwegen, die für einen anderen Zweck veröffentlicht wurden, etwa ein Impressum oder eine fachliche Erreichbarkeit.
Wer diese Adressen in Werbelisten überführt, nutzt Vertrauen in die Veröffentlichung aus.
Verhindern von E-Mail-Scraping
Verhindern lässt sich das massenhafte Auslesen, indem Adressen nicht offen im Seitenquelltext stehen und automatisierte Abrufe teurer werden.
CDPCaptcha lässt den Browser eine kleine Rechenaufgabe lösen, die Menschen kaum merken und die für Bots in Masse teuer wird.
Ohne Cookies und ohne Fingerprinting.
Technische Maßnahmen
Technische Maßnahmen ersetzen Klartextadressen durch Formulare, begrenzen Abrufe und sperren auffällige Sammelwerkzeuge.
Kontaktformulare vermeiden die sichtbare Adresse, ohne die Erreichbarkeit aufzugeben.
Juristische Maßnahmen
Juristische Maßnahmen stützen sich auf untersagte Nutzung, auf Ansprüche bei unerlaubter Werbung und auf die Bedingungen, unter denen eine Website das Auslesen verbietet.
Sie wirken nach dem Sammellauf und ersetzen keine technische Hürde davor.
Fazit
E-Mail-Scraping lebt von offen stehenden Adressen und von billigen Wiederholungen.
Formulare, Grenzen für Abrufe und eine für massenhafte Bots teure Prüfung verkleinern die Listen, bevor sie zum Versand verwendet werden.
