Start › Cybersecurity-Wiki › Was ist eine Datenpanne?

Wiki

Was ist eine Datenpanne?

Eine Datenpanne liegt vor, wenn vertrauliche, geschützte oder personenbezogene Daten unbefugt eingesehen, kopiert, verändert oder offengelegt werden.
Nach der DSGVO muss eine solche Verletzung meist innerhalb von 72 Stunden gemeldet werden.

Arten von Datenschutzverletzungen

Datenpannen passieren nicht nur digital, sondern auch ganz analog.

Physische Datenpanne

Gestohlene Laptops, verlorene USB-Sticks, falsch entsorgte Akten oder offen liegende Unterlagen gehören dazu.
Verschlüsselte Datenträger und klare Regeln zur Entsorgung verhindern viele dieser Fälle.

Digitale Datenpanne

Angreifer dringen in Systeme ein, Datenbanken stehen ungeschützt im Netz oder Mails gehen an falsche Empfänger.
Die betroffenen Datenmengen können sehr groß sein.

Ursachen von Datenschutzverletzungen

Die meisten Pannen haben entweder menschliche oder kriminelle Ursachen.

Menschliches Versagen

Falsche Empfänger, schwache Passwörter, fehlende Updates und falsch eingestellte Cloud-Speicher öffnen Daten für Unbefugte.
Oft fehlt schlicht eine zweite Prüfung.

Cyber-Angriffe

Phishing, Schadsoftware, gestohlene Zugangsdaten und das automatisierte Ausprobieren von Passwörtern durch Bots führen zu Einbrüchen.
Ungeschützte Anmeldeseiten sind ein häufiges Einfallstor.

Auswirkungen von Datenschutzverletzungen

Betroffene Personen und Unternehmen tragen gleichermaßen die Folgen.

Finanzielle Auswirkungen

Bußgelder nach DSGVO, Schadenersatz, Untersuchung und Behebung verursachen hohe Kosten.
Hinzu kommen verlorene Aufträge.

Auswirkungen auf den Ruf

Kunden wechseln zu Anbietern, denen sie mehr vertrauen.
Berichte über eine Datenpanne bleiben lange im Gedächtnis.

Prävention von Datenschutzverletzungen

Vorbeugung ist deutlich günstiger als jede Schadensbehebung.

Implementierung von robusten Sicherheitsmaßnahmen

Verschlüsselung, Zwei-Faktor-Anmeldung, Zugriffsrechte nach Bedarf, aktuelle Systeme und Überwachung bilden die Grundlage.
Bot-Schutz wie CDPCaptcha an Anmeldungen bremst das massenhafte Testen gestohlener Passwörter.

Ausbildung und Schulung der Mitarbeiter

Mitarbeitende sollten Phishing erkennen, sicher mit Daten umgehen und Vorfälle sofort melden.
Kurze, regelmäßige Schulungen wirken besser als seltene lange.

Reaktion auf Datenschutzverletzungen

Wenn es doch passiert, zählt jede Stunde.

Untersuchen Sie den Verstoß

Klären Sie, welche Daten betroffen sind, wie es dazu kam und ob das Leck geschlossen ist.
Dokumentieren Sie alle Schritte für Behörden und Versicherung.

Betroffene Parteien benachrichtigen

Die zuständige Datenschutzbehörde ist innerhalb von 72 Stunden zu informieren, wenn ein Risiko für Betroffene besteht.
Bei hohem Risiko müssen auch die betroffenen Personen benachrichtigt werden.

Fazit

Datenpannen können jede Organisation treffen.
Wer vorbeugt und einen Plan für den Ernstfall hat, hält Schaden und Strafen gering.